Mpumalanga 2014

Projekt der FH Südwestfalen
 

Meta





 

Satte Ernte

Kurz vor unserer Abreise, sind bereits schon große Erfolge in den Gärten als auch in den Versuchsgärten zu bestaunen. Das Gemüse in den Reifen steht kurz vor der Ernte.

 


Die neue Station Dayzense

In der letzten Woche haben wir einen neuen Garten angelegt, um in Zukunft die 290 Kinder an der erst 2014 errichteten Fütterungsstation täglich mit frischem Gemüse zu versorgen. Zunächst wurde das Gelände von Müll, Steinen und Gestrüpp bereinigt und dann der Boden mit Spitzhacke umgebrochen und Beete angelegt. Von den Spendengeldern konnten wir Zaunmaterial, Regenrinnen mit zwei 5000l Tanks, sowie Gartengeräte erwerben. Der Garten wurde mit 2 Trays Paprika, 4 Trays Roter Beete, 100 Pflanzen Weißkohl und 150 Spinatpflanzen bestückt.

Eine Kompostbox wurde an dieser Station auch etabliert.

Kompost Boxen als Einstieg in die Mülltrennung

In der letzten Woche haben wir begonnen, an jeder Station eine Kompostbox zu etablieren, um fortan Bio-Abfall aus dem Feuerloch (herkömmliche Müllbeseitigung) zu verbannen und langfristig Nährstoffreichen Humus in den Gärten einzuarbeiten.

Dazu haben wir imprägniertes Holz von einem nahe glegenen Sägewerk besorgt und Kurzanleitungen zur Kompostanlage vorbereitet.

German-Tyre Project

 

 

German-Tyre Project

Trial Garden Project

Die Qual der Wahl- Welches Gemüse mag ich am liebsten

Die ersten Trial-Garden sind angelegt

 

Letzte Woche haben wir an zwei Stationen einen Garten mit und für die Kinder angelegt. Als erstes waren wir in Jerusalem. Die Leiterin der Station hatte für uns 10 Kinder ausgesucht, die in ihren Augen interessiert im Anbau von Gemüse sind.

Zu Beginn haben wir mit diesen kleinere Wissensspiele rund um Gemüse gespielt. Nachdem das erste Eis gebrochen war, begannen wir mit der Vorbereitung unserer Versuchsfläche. Hierbei sollte es darum gehen, die Erde so gut wie möglich für die Setzlinge vorzubereiten, damit diese gute Wachstumsbedingungen haben. Getreu dem Prinzip ,,Learning by Doing" durfte sich jedes Kind an seiner eigenen Reihe versuchen. Nach dieser Arbeit konnte sich jedes Kind 3 Setzlinge aussuchen, die es in das vorbereitete Beet pflanzen wollte.  Zur Auswahl hatten wir Rote Beete, Salat, Paprika, Spinat und Lauch gekauft.

Nach dem Einpflanzen wurden die Setzlinge selbstständig von den Kindern bewässert.  Hierbei haben wir ihnen auch nochmal die Bedeutsamkeit des Wassers für Pflanzen erklärt, damit sie wirklich jeden Tag daran denken, ihre Pflanzen zu versorgen.

Genauso wie wir in Jerusalem vorgegangen sind, haben wir an einer anderen Station, in Cho Cho Cho den Kindern das Projekt näher gebracht.

Die Interesse und Neugier, die uns entgegengebracht wurden, haben uns sehr gefreut. In den kommenden Tagen werden wir an den Stationen vorbeifahren und ein Auge auf die Arbeit von den Kindern werfen.


 


Trial – Garden- Project


Mit diesem Projekt möchten wir den Kindern im Alter zwischen ca. 9 und 13 Jahren einfache Grundlagen des Pflanzenbaus beibringen und sie in die Gärten an den Stationen in den Areas integrieren. An den Stationen wird ein Teil des Gartens abgetrennt indem ein Versuchsfeld angelegt wird. In diesem Feld dürfen die Kinder den Boden bearbeiten, Setzlinge pflanzen und diese bewässern, sowie letztendlich eigenhändig ernten. Jedes Kind bekommt seine eigene Reihe für die es verantwortlich ist.

Das Hauptziel des Projektes soll sein den Kindern einfache Grundlagen im Gemüseanbau zu unterrichten, sodass die Kinder Eigeninitiative ergreifen und wünschenswerterweise mit ihren erlernten Kenntnissen auf Dauer auch im heimischen Garten Gemüse anbauen. Für uns entscheidend ist das Verständnis der Kinder, dass mit Fleiß und Arbeit viel erreicht werden kann und einem nichts zufliegt, frei nach dem Motto „Man erntet, was man sät!“

GT-Project und Besuch vom Projektleiter Prof. Dr. Thomas Weyer

 

…das GT-Project ist angelaufen. Am Nachmittag sind einige Kinder zur Manna Church gekommen um ihr Essen zu bekommen. Diesen Kindern haben wir das Projekt vorgestellt und begonnen mit ihnen zusammen die Reifen individuell zu gestalten. Nachdem die         Reifen Zeit zum Trocknen hatten, haben die Kinder diese mit Erde befüllt und bepflanzt. Das Interesse und Engagement der Kinder war erstaunlich!

 In der Letzten Woche hat uns Herr Prof. Dr. Weyer besucht um sich die bisher geleistete Arbeit anzuschauen und das Projekt vor Ort zu begutachten. Gemeinsam haben wir die Stationen in den Areas abgefahren und die Gärten besichtigt. Wir haben Ihm unser „GT-Project“ vorgestellt und weitere Ziele ausformuliert. Nach Einschätzen der Lage vor Ort und regen Diskussionen haben wir das „Trial-Garden-Project“ entwickelt um interessierte Kinder in die Gartenarbeit zu integrieren. Außerdem haben wir unser weiteres Vorgehen besprochen und geplant.

 

 Mit Herrn Weyer besuchten wir das ARC (Agricultural Research Council of South Africa) und informierten uns über den Anbau von tropischen und subtropischen Früchten, da es Überlegungen gibt, diese in das Projekt einzubeziehen.

 

Außerdem besuchten wir die erste Universität Mpumalangas, die seit Januar 2014 als Erweiterung des Nelspruit Colleges Agrarwirtschaft lehrt. Der Direktor nahm uns herzlich in Empfang. Im fachlichen Austausch mit Dozent Werner Schröder, wurde bald klar ,dass trotz der klimatischen und räumlichen Disparitäten die südafrikanische Agrarbranche an gleichen Themen (Resistenzmanagement, Bodenschutz und Klimawandel) arbeitet.

 

 

GT-Project

Das GT-Poject (German-Tyre-Project) haben wir gemeinsam mit den Verantwortlichen von C.I.D. entwickelt und gestartet. Unsere Idee ist es den Kindern einfache Grundlagen des Pflanzenbaus auf spielerische und ansprechende Art und Weise beizubringen. Jedes Kind bekommt seinen eigenen Autoreifen, welcher zunächst farbig gestaltet wird, sodass jeder Reifen Wiedererkennungswert hat und jedes Beet individuell ist. Nach dem Bemalen wird der Reifen mit Erde befüllt und diese leicht "bearbeitet". Danach werden die Setzlinge eingepflanzt und bewässert. Mithilfe der Reifen hat jedes Kind seinen eigenen kleinen "Garten" für den es verantwortlich ist.

 

German Machines

Das neue Tor in Dayzense

Hier wird der Kaninchendraht befestigt

Tatendrang

Nachdem wir die Zeit in den ersten Tagen zur Orientierung genutzt haben, ging es auch bald mit dem ersten Arbeitseinsatz los. Wir fuhren zu der Station Mgcobaneni, um dort am vorhandenen Gartenzaun  Kaninchendraht anzubringen, der das Gemüse vor freilaufenden Hühnern schützen sollte. Diese Arbeit konnte von uns Vieren rasch erledigt werden.

Vom Tatendrang gepackt sollte es in den Tage darauf an einer anderen Station weitergehen. Hier wollten wir den vorhandenen Garten vergrößern, weshalb der Zaun umgesetzt werden sollte. Wir fuhren in den Baumarkt, um ein wenig Material zu besorgen. Hier wurde unsere deutsche Natur abermals auf die Probe gestellt, als uns mitgeteilt wurde, dass benötigtes Material wiederholt nicht lieferbar sei. Da wir uns mit der langen Lieferzeit nicht abfinden wollten, haben wir mehrere Baustoffhandel in der nahen Umgebung aufgesucht und letztendlich alle benötigten Dinge bekommen. Wir fuhren zur Station Jerusalem. Hier betonierten wir die Zaunpfosten für die Vergrößerung und bearbeiteten den Boden soweit, dass wir in nächsten Tagen nur noch Dämme gegen die Verschlämmung der Erde bei starken Regenfällen anhäufen müssen und die bestellten Setzlinge (Porree) pflanzen können. Ohne maschinelle Unterstützung war dies eine körperliche Herausforderung.

Da wir an dieser Station vorerst nicht weitermachen konnten, sind wir zu einer anderen Station gefahren, die sich noch im Aufbau befindet. Hier findet man zurzeit nur den Rohbau der zukünftigen Kirche. Ein Garten ist an dieser Station in weiterer Zukunft geplant. Zunächst wurde aber nur ein Tor von uns gesponsert und angebracht, damit das Grundstück abgesichert ist. Außerdem wurden Vorhänge zu den Toiletten durch Holztüren ersetzt.

Am Wochenende wird uns unser Professor Dr. Thomas Weyer für eine Woche besuchen.

 

Einer unserer Gärten an einer Church im Township. Hier liegt noch viel Arbeit vor uns

An dieser Station erhalten Kinder aus den Townships Essen von unserer Organisation CID

Ankunft

...wir sind da!!!

 

Nach unserem Abflug am Sonntag über Dubai, sind wir am Montag um 17.00 in "Joburg, SA" gelandet.

Nach kurzem nächtlichen Aufenthalt haben wir gestern unser Ziel White River per RentCar erreicht. Auf unserer 4 stündigen Reise durften wir erste Eindrücke über das so ferne Land sammeln. Linksverkehr und die  Mittagssonne im Norden sind dabei eher nebensächlich, vielmehr beeindruckte uns die weite karge Steppenlandschaft und dann die grüne Hügellandschaft mit Wildpferden und straßenkreuzenden Äffchen. Wir erfuhren, dass es an windstillen Tagen erlaubt ist, Landflächen kontrolliert abzubrennen, damit Gräser neu austreiben.

Bei unserer Partnerorganisation CID (Children in Distress) wurden wir herzlich in Empfang genommen und uns anschließend in unserem neuen Zuhause eingericht.

Heute Morgen lernten wir das Team der "Manna Church" kennen und haben das Umland erkundet. Dabei erschreckte uns besonders, wie nah Wohlstand und Elend aneinanderliegen können.

Morgen werden wir das Team von CID zu den Betreuungsstationen begleiten...